Aus Mary Rose wird Gallant

Am Ende der Saison 1936 wurde Mary Rose an ein Mitglied des Eastern Yacht Club, Russel B. Stearns of Dedham, verkauft und in Gallant umbenannt, nach dem Topgallant, einem Segel der früheren Navy-Schiffe.

MRalt1Keine Yacht war durch Hurrikans, Stürme und Feuer je so knapp vor dem Ende wie die Mary Rose bzw. Gallant. Aber immer war eine Schar begeisterter Segelfreaks zur Stelle, die den letzten Herreshoff-Schoner mit unermesslichem Einsatz vor dem Abwracken rettete. Im September 1938 kam es zum ersten Unfall. Der Wetterbericht warnte vor einem Wirbelsturm, als die Gallant mit einigen anderen großen Yachten in einer schmalen Bucht in Massachusetts festgemacht war. Alle bereiteten sich auf das Schlimmste vor, mit mehr Kette, zusätzlichen Ankern und Fendern. Dennoch drückte der Sturm die Schiffe heftig gegen die Küste. Gallant schleppte ihre 4 Anker über eine Meile weit und kam hoch oben auf einem Damm zu liegen. Man zweifelte, ob eine der schönsten Herreshoff Yachten je wieder zu Wasser gelassen werden könne. Dieser Hurrikan verursachte massive Schäden und kostete hunderte Todesopfer.

Im Oktober 1938, kurz nach diesem Drama, kaufte der Segler E. Howard Reed das Wrack mit dem Vorsatz, die zerstörte Gallant zu restaurieren. Schon im folgenden Frühjahr segelte der Schoner wieder.

Von der Coastguard zur Transpacific Regatta

Von 1942 bis 1945 war die Gallant im Besitz der Coast Guard und wurde für Überwachungsaufgaben eingesetzt. In den folgenden drei Jahrzehnten ging die Gallant wieder in Privatbesitz über. 1948 nahm die Yacht an der berühmt-berüchtigten Transpacific Regatta teil.